CINEMA PARADISO
Am nächsten DEKA®TE DIENSTAG (6.10.26) gibt es vor dem Film (CINEMA PARADISO von Giuseppe Tornatore) ein besonderes „Fest für wini“. Beginn 18:00, Filmbeginn wie immer um 19:30.
Der Film behandelt fast vollständig durch Rückblenden die Kindheit des Filmregisseurs Salvatore di Vita in dem fiktiven sizilianischen Fischerdorf Giancaldo. Obwohl Tornatore keinen autobiografischen Film abliefert, ist Cinema Paradiso doch in mehrfacher Hinsicht mit seinem eigenen Werdegang verknüpft. Zum einen sind die allgemeinen Lebensumstände der Filmfigur Salvatore und des Regisseurs Tornatore ähnlich. Beide haben ihre Kindheit auf Sizilien verbracht, beide haben den Ort ihrer Kindheit und Jugend verlassen und beide haben ihre Liebe zum Film zum Beruf gemacht. Zum anderen gewinnt dieser Bezug konkret Gestalt in dem Umstand, dass Tornatore seinen sizilianischen Heimatort, Bagheria, zum Drehort wählt.
Neben der Erzählebene, die das Heranwachsen Salvatores beschreibt, erzählt der Film darüber hinaus auch die Geschichte des Kinos, nicht nur des Gebäudes in Giancaldo, sondern auch die des Films und des Filmeschauens. So nutzt Tornatore die Szenen mit Filmvorführungen immer wieder dazu, um Klassikern der Filmgeschichte Reverenz zu erweisen und mit Hilfe dieser Einblendungen auch seine Geschichte zu erzählen und zu kommentieren. Unter anderem zeigt er Szenen aus Renoirs Nachtasyl (1936), Fellinis Vitelloni (1953), Chaplins The Knockout (1914) und Viscontis Die Erde bebt (1948).