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Sokrates
Drama mit Musik von Werner Schulze


dekarte

Historischer Hintergrund:
Athen vor 2400 Jahren. Eine blühende Stadt. Bildende Kunst, Dichtkunst und Philosophie erleben einen einzigartigen Höhepunkt. Das Große geschieht aber nicht in einer Zeit der Ruhe und Beschaulichkeit, sondern mitten in politischen Wirren. Der Peloponnesische Krieg hat Athen Jahrzehnte des Schreckens gebracht; nun ist er seit einigen Jahren ausgefochten und die kurze Herrschaft der "Dreißig" vorbei. Obwohl militärisch unterlegen, bleibt Athen geistige Mitte Griechenlands.
In dieser Zeit lebt Sokrates, des Sophroniskos Sohn. Er unternimmt es, Gespräche zu führen, Gespräche philosophischer Art. Nicht jeder ist sein Freund, weil Sokrates, dieser sonderbare, dieser besondere Mensch, durch gezielte Fragen die Unwissenheit des Partners offen legt und Unterredungen gerne in Aporien enden lässt. Es ist mehrfach bezeugt, dass er damit nicht eher aufhört, bis er den andern zu jenem Punkt geführt hat, wo sich die Haltlosigkeit vertrauter Meinungen zeigt, und wo man Rechenschaft abzulegen hat über bisheriges Leben und Denken.
Im Freundeskreis des Sokrates wird Platon, noch nicht dreißigjährig, Zeuge eines Geredes, einer Empörung, eines Aufstandes und Prozesses. Er erlebt dies nicht wie der Zuschauer eines Theaterstücks, der außerhalb des Geschehens bleibt, sondern Sokrates? Tod wird für ihn zur unmittelbar erfahrenen Tragödie: die seines verehrten, geliebten Lehrers sowie, allgemeiner betrachtet, die Tragödie der Unliebsamkeit philosophischen Denkens.

Ich weiß, dass ich nichts weiß - Griechische Antike in modernem Gewand
Sokrates lebte im 5. Jahrhundert v. Chr. in Athen. ?Ich weiß, dass ich nichts weiß? ist einer seiner bekannt gewordenen Sätze. Er starb im Jahr 399, nachdem ihn die athenische Gerichtsversammlung zum Tod verurteilt hatte, durch einen Gifttrank, den Schierlingsbecher.
Die Ausführenden dieses Theaterabends haben sich intensiv mit der Person und dem Denken des Sokrates auseinandergesetzt. Sie stellen nun ihren gewonnenen Zugang zu diesem griechischen Philosophen vor.
Der aus Wiener Neustadt stammende Werner Schulze, Lehrer an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst und als Komponist 2002 mit dem Würdigungspreis des Landes Niederösterreich ausgezeichnet, beschäftigt sich seit fünfundzwanzig Jahren mit Sokrates und Platon. Zwei Szenen seines Musiktheaters ?Sokrates ? Drama mit Musik? werden vom Griechisch-Chor des Bundesgymnasiums Babenbergerring vorgestellt. Gründer und Leiter dieses Sprechchors ist Winfrid Koppensteiner, ehemals Latein-Griechisch-Professor des Gymnasiums. Absolventen, Lehrer und Schüler wirken in diesem Projekt engagiert zusammen. Gemeinsam mit Schulze will Koppensteiner versuchen, das griechische Drama auch in Zukunft zu pflegen und Wiener Neustadt als eines der österreichischen Zentren griechischen Musik-Theaters zu positionieren. Der 24. Oktober kann als Anfang dieses Vorhabens betrachtet werden. Die Fortsetzung ist für Mai 2003 geplant mit der Aufführung des abendfüllenden Musiktheaterstücks ?SOKRATES ? Drama mit Musik?, großräumig im Kultur-Areal vom Bürgermeistergarten über das Stadtmuseum bis St. Peter.
Rainer Hauer, ein Verwandter des Wiener Neustädter Komponisten Josef Matthias Hauer, Burgschauspieler und langjähriger Leiter des Grazer Schauspielhauses, wird die Verteidigungsrede des Sokrates vortragen. Diese Rede gilt als eine der berühmtesten unseres Kulturraums.

Raumgestaltung: Hermann Krejcar
Kostümentwurf: Beatrix Schneider
Lichtgestaltung: Tadeusz Krzeszowiak
Choreinstudierung: Winfrid Koppensteiner
Choreographie: Gisa Schafzahl
Musikalische Leitung: Werner Schulze
Regie: Verena Froschauer
Mitwirkende: Peter Geiger (Sokrates), Rupert Bergmann, Berthold Janecek, Didi Jäger, Agnes Palmisano, Johann Leutgeb, und andere; Griechisch-Chor des Bundesgymnasiums Babenbergerring; Ensemble LOGOS

Ort und Zeit der Aufführung: Klosterhof & Kirche St. Peter an der Sperr; Stadtmuseum Aula & Obergeschoß; Introduktion im Alten Klostergarten (?Bürgermeistergarten?), 15.05.2003 19:30


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