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ME<le>A
Winfrid Koppensteiner, Sebastian Prantl und Werner Schulze

Tanz Musik Sprach Werk

Winfrid Koppensteiner text·konzept
Sebastian Prantl bewegungs- & raum·konzept
Werner Schulze musik·konzept
Erich Heyduck licht & video
Adi Schober ton·technik
Hans Tschiritsch klang·innovationen

Dichter
Hymnus an Ištar
Archilochos
Sappho
C. Valerius Catullus
Q. Horatius Flaccus
San Francesco D’Assisi
Carmina Burana

Komponisten
Hildegard von Bingen
Mehrdad Pakbaz: Ištar-Hymne
Wilfried Satke: Licht & Schatten 1
Werner Schulze: Sappho, Carmina Burana
Hanns C. Stekel: Catullus
Hans Tschiritsch

Ensemble DITHYRAMBOS
Evelyn Kraut
Anna Rehak
Lisa Rehak
Viola De Stefani
Dieter Gansterer
Winfrid Koppensteiner
Erich Neubauer
Werner Schulze

Ensemble LOGOS
Ulrike Sych: Sopran
Johann Leutgeb: Bariton
Maria Augustin: Flöte
Mehrdad Pakbaz: Ûd
Pu Datong: Sopransaxophon
Wilfried Satke: Gitarre
Adi Schober: Schlagwerk
Werner Schulze: Fagott
Hans Tschiritsch: Tschiritschophone
Ekrem Ilker Ülsezer: Bandoneon, Nay

Tanz Atelier Wien
Nanina Kotlowski
Paola Picazo
Florian Berger
Sebastian Prantl
Patric Redl
Manuel Wagner

Für Raumkonzept und Choreographie zeichnet Sebastian Prantl verantwortlich. Nach Studien in den USA (u.a. Martha Graham School, Juilliard School) gründete er 1988 gemeinsam mit der Pianistin Cecilia Li das Tanz Atelier Wien, mit dessen Ensemble er zahlreiche Projekte im In- und Ausland verwirklicht.

Sebastian Prantls Anliegen ist es, Bestehendes und Festgelegtes in Frage zu stellen und dadurch neue choreographische Strukturen zu entwickeln – dabei sind Musiker, Tänzer sowie Film- und Lichtkünstler in gemeinsamen, langfristigen Projekten aktiv. Ausgehend von Raumkonzepten, Musikpartituren, philosophisch-theoretischen Themen „forscht“ das vielschichtige Ensemble des Tanz Atelier Wien vor Publikum. (www.tanzatelierwien.at)

Werner Schulze wurde 1952 in Wiener Neustadt geboren. Nach der Matura am Bundesgymnasium Babenbergerring Studium an der Universität Wien und an der Musikhochschule. Seit 1990 Leiter des Internationalen Harmonik·Zentrums an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Internationale Vortrags- und Publikationstätigkeit, 1995 Gastprofessor in Indonesien. Als Komponist Privatschüler des 2005 verstorbenen Jenö Takács. (www.werner-schulze.at)

Das Ensemble DITHYRAMBOS, das aus Professoren, Absolventen und Schülern des Bundesgymnasiums Babenbergerring besteht, hat sich seit dem Herbst 2007 mit dem Projekt ME<le>A auseinandergesetzt. Gründer und Motor des Chors ist Winfrid Koppensteiner, der nach 33 Jahren aktiver Laufbahn als Pädagoge (Griechisch, Latein) seit einigen Jahren seinen großen Leidenschaften - griechische Antike, Kultur-­Kino und Theater in allen Facetten - leben kann. (www.dekarte.at)

Erich Heyduck durchlief im Theaterleben alle Stationen vom Bühnenarbeiter, Beleuchter, Regieassistent bis zum Technischen Leiter am Salzburger Landestheater und bei den Salzburger Festspielen und zum Technischen Direktor am Nationaltheater Mannheim. Lehrauftrag für Beleuchtungstechnik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, technisches Projektmanagement und Lichtdesign bei der expo Hannover 2000 für den Pavillon von Monaco, Lichtdesign für „Cube Essen“, Lichtinstallation für Artcube Berlin, u.v.a.

Adi Schober in seiner Mehrfachbegabung als kreativer Schlagwerker und Tontechniker gehört seit Anbeginn der Antike-Aktivitäten in Sankt Peter zum Team rings um Winfrid Koppensteiner und Werner Schulze.

Hans Tschiritsch hat nicht nur das Ensemble TSCHIRITSCH's URWERK in Gang gesetzt, sondern arbeitete auch als Klangkünstler am Wiener Burgtheater und ist als höchst origineller Instrumentenerfinder bekannt: Staubsauger, Ventilatoren, Badewannen, eine zu einer Obertondrehleier umgestaltete Nähmaschine, überdimensional, liebevoll erfunden und gebaut in jedem Detail, vertraut und neu zugleich. Alles dreht sich, alles bewegt sich, alles klingt, Musik aus Rohren und Trichtern. 1999 war Tschiritsch eine Personale im Wiener Volkskundemuseum gewidmet, wo er die Besucher mit seinen musikalischen Wunderwelten verzaubert hat. Unvergesslich ist die von ihm gebaute größte Geige der Welt - in deren Corpus eine ganze Schulklasse Platz findet -, was ihm 2000 den Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde verschaffte. (www.tschiritsch.e-artist.info)

Ulrike Sych wurde in Salzburg geboren. Sie studierte Gesang am Mozarteum Salzburg, in New York City und in Italien. Ihr Repertoire erstreckt sich von Oratorium und Kirchenmusik über Klassisches Lied und Oper bis zu Operette und Musical. Neben zahlreichen Konzerten, solistischer Mitwirkung bei TV-Eurovisionen und der Mitwirkung bei Festspielen in Österreich, Italien, Luxemburg, Deutschland, Griechenland, der Türkei, Kasachstan und den U.S.A. (New York International Fringe Festival) erfolgten Aufnahmen und Sendungen für TV und Radio beim Bayerischen Rundfunk, RVTU (Niederlande), CCTV (China Central TV, Beijing), TRT (Istanbul Radyosu & TV), NTV Istanbul und dem ORF. Ulrike Sych lehrt sowohl an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien wie an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz und ist Dozentin bei internationalen Meisterkursen: Wiener Meisterkurse, Austrian Master Classes, Aristoxenes (Griechenland).

Johann Leutgeb wurde in Oberösterreich geboren und studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sein Repertoire reicht von der barocken und klassischen Oper bis zur klassischen Moderne und zu Neuer Musik. Auftritte u.a. bei Carinthischer Sommer, donaufestival, Europäische Wochen Passau, Hörgänge, NetZZeit, Neue Oper Wien, Schwetzinger Festspiele, Wien Modern, Wiener Festwochen, steirischer herbst, Ruhr-Triennale. Zahlreiche CD-Produktionen mit Neuer Musik. Johann Leutgeb unterrichtet Atem-Stimme-Bewegung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Ensemble DITHYRAMBOS: Im Herbst 2001 gegründet in der Intention, die Inszenierung des Stationen_Musik_Theaters Sokrates durch seine Mitwirkung zu ermöglichen. Dieses Werk wurde im Mai 2003 in Wiener Neustadt, St. Peter an der Sperr & Stadtmuseum, uraufgeführt und war der Startpunkt der wesentlich von DITHYRAMBOS getragenen „Wiener Neustädter Antike-Trilogie“. Seit dieser Zeit arbeitet der Chor mit namhaften Schauspielern, Musikern, Tänzern, Puppenspielern, Lichtgestaltern, Choreographen und Regisseuren zusammen.
2004 folgte Anchibasíe, ein Tanz_Musik_Sprach_Werk nach Fragmenten von Heraklit und Empedokles. Hier waren von DITHYRAMBOS Leistungen gefordert, die weit über das übliche Anforderungsprofil eines Sprech-Chors hinausgehen.
2005 wurde in Griechenland Anchibasíe als filmische Aufführung mit ‚live-act’ gezeigt. Danach folgte Oidipus crossover, wiederum in Wiener Neustadt, St. Peter. Auf der Basis der Übersetzung der Tragödie des Sophokles durch den Chorleiter Winfrid Koppensteiner schufen wir eine interkulturelle Kunstform: javanisches Schattentheater – das erstmals in Österreich zu erleben war -, realisiert in einem der bedeutendsten europäischen Theaterstücke, Sophokles’ Oidipus Tyrannos. Die Musik für javanisches gamelan-Orchester komponierte, wie schon bei Sokrates, Werner Schulze. Hatte man in den ersten beiden Projekten die typischen Aufgaben des antiken Chores durch Bewegungsdynamik, Real Time Composition, Splitterung in Soli und Gruppen transzendiert, erfolgte in Oidipus Tyrannos die Konzentration auf die ureigene Rolle des Chores als reflektierender Seelenspiegel.
Nach einem Jahr schöpferischer Pause begaben wir uns 2007 nach Yogyakarta, der kulturellen Hauptstadt Indonesiens. Wir zeigten, gemeinsam mit indonesischen Schauspielern und Musikern, Oidipus Tyrannos, nun modifiziert als Wandlungstheater, das von javanischem Schattenspiel bis zur europäischen Theatertradition reichte. Die zweite Aufführung wurde via internet weltweit direkt übertragen.
Da DITHYRAMBOS aus aktiven und ehemaligen Lehrern und Schülern des BG Babenbergerring besteht - vom Primararzt, Magistratsdirektor bis zu Studenten und Gymnasial- und Universitätslehrern - , realisieren wir eine gelebte Wechselbeziehung zwischen Schule und Berufsleben, die beide Seiten befruchtet.

Das Produktionsteam dankt allen finanziellen Förderern von ME<le>A
sowie dem Kulturamt der Stadt Wiener Neustadt (Veranstalter),
dem Bundesgymnasium Babenbergerring Wiener Neustadt (Probenraum),
dem Tanz Atelier Wien Sebastian Prantl (Probenraum, Werbemaßnahmen),
dem kunstverein klangwerk Hans Tschiritsch (Klang-Innovationen)
sowie dem Teppichhaus Sistan, Wiener Neustadt, Hauptplatz 4 (Leihgeber).


Antike Sprachen in ihrer Vernetzung mit Musik und Bewegung
Das, was in der griechischen Antike als Einheit galt (Musik & Sprache & Bewegung, mousikè téchne), wird in ME<le>A auf neuer Basis erprobt. Bereits zum zweiten Mal - nach anchibasíe 2004 - erfolgt eine Kooperation zwischen Sebastian Prantls Tanz Atelier Wien, dem „Internationalen Harmonik Zentrum“ an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Leitung: Werner Schulze) und dem Ensemble DITHYRAMBOS (Leitung: Winfrid Koppensteiner), das am Bundesgymnasium Babenbergerring Wiener Neustadt seine Basis hat. Als interessanter Ort für diese Arbeit erweist sich die ehemalige Klosterkirche Sankt Peter an der Sperr, die von DITHYRAMBOS und seinen Partnern nun bereits zum vierten Mal als Theater-, Musik- und Tanzraum bespielt wird.
Sebastian Prantls TAW versteht sich als Forschungslabor für zeitgenössischen Tanz und Musik. Seit zwanzig Jahren erarbeiten hier die Pianistin Cecilia Li (Musikdramaturgie) und der Tänzer Sebastian Prantl (Choreographie) neue Verbindungen innerhalb der Bereiche Musik, Tanz und Film/Raum/Architektur und vernetzen diese international.
Das Ensemble DITHYRAMBOS besteht aus Professoren, Absolventen und Schülern des Bundesgymnasiums Babenbergerring Wiener Neustadt. Seit seiner Gründung im Jahr 2001 hat das Ensemble mit namhaften Schauspielern, Musikern, Tänzern, Choreographen, Puppenspielern, Lichtgestaltern und Regisseuren zusammen gearbeitet und Projekte im In- und Ausland realisiert.
Das Internationale Harmonik Zentrum pflegt ein multidisziplinäres, kreatives Denken. Harmonik zielt auf Formdeutung, Entwerfen & Planen bis hin zu experimentellem Kunstschaffen und unterscheidet sich damit fundamental von ausschließlich theoretischer Erörterung.

Wie schon im Tanz_Musik_Sprach_Werk anchibasíe, dem Texte der Philosophen Anaximander, Heraklit und Empedokles zugrunde gelegt waren, geht es auch in ME<le>A darum, inwieweit antike Sprachen – beziehungsweise Sprachfindung generell - in ihrer Vernetzung mit Musik und Bewegung etwas aus ihrer tradierten Verankerung herausgelöst werden können.
Altbabylonisch, Griechisch, Latein, Altitalienisch, aber auch Spanisch, Englisch und Deutsch sind die Sprachen des heutigen Abends. Der Bogen spannt sich von einer Ištar-Hymne über Gedichte von Archilochos und Sappho bis hin zu C. Valerius Catullus, Q. Horatius und zu den Carmina Burana und Franz von Assisi. Das Verhältnis von Metrik zu Rhythmik, Iso-Metrik, verschiedene Tonsysteme, Real-Time-Begegnungen und Übergänge zwischen Sprache, Musik und Bewegung: dies sind nur einige der Aspekte, die beleuchtet werden.
In ihrem wechselseitigen Spannungsfeld fragen Theorie und Anwendung danach, worin das aktuelle Anliegen, das „Feuer der Inspiration“, besteht. Erfahrene Künstler und Lernende tauschen Energien aus, wenn sie Sprache in Klang und Bewegung umsetzen.
ME<le>A zeichnet einen Bogen der Kommunikationssehnsucht, vom Realen zum Surrealen, vom Mythischen ins Faktische, eine Reise entlang des Jahreskreises, dem exemplarische literarische Texte zugeordnet sind. Zwei Themen bestimmen den Kreis: Der Mensch in seinem Verhältnis zur Gottheit und die Liebe zwischen Frau und Mann.
In diesem Projekt entsteht aus dem Zusammentreffen von Generationen und ihren unterschiedlichen Herangehensweisen an Kunstschaffen und Wissenschaft eine Dynamik, die kreative Freiräume eröffnet, jedoch auch Risiken birgt.

Etwas entstehen zu lassen,
eröffnet Spielraum & fördert Unerwartetes zutage
und kann deshalb kreativer sein,
als Vorgefertigtes zu perfektionieren.


Ort und Zeit der Aufführung: , 01.01.2008 00:00


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