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Macondo
Sudabeh Mortezai


© Filmladen

Der elfjährige Ramasan lebt mit seiner Mutter Aminat und seinen beiden jüngeren Schwestern in Macondo, einer Flüchtlingssiedlung am Stadtrand von Wien. Seit dem Tod des Vaters gilt er nach den Vorstellungen der tschetschenischen Gesellschaft als „Mann im Haus“. Aminat ist auf Ramasans Hilfe angewiesen, da er viel besser Deutsch spricht als sie. Ramasans Leben verändert sich, als Isa, ein Kriegskamerad des toten Vaters, in Macondo einzieht. Ramasan sucht die Nähe Isas, doch dieser gibt nichts über seine Vergangenheit preis. Als auch Aminat Interesse an Isa zeigt, gerät Ramasan in einen emotionalen Konflikt.
Macondo gibt es tatsächlich – zwischen Ostautobahn, Kläranlage und Alberner Hafen liegt die Flüchtlingssiedlung Zinnergasse, in der seit den 1950er-Jahren, unbemerkt von einem Großteil der Wiener Bevölkerung, Menschen aus Krisengebieten der ganzen Welt untergebracht sind. Den Namen erhielt die Siedlung in den 1970er-Jahren nach dem Schauplatz von Gabriel García Marquez‘ berühmten Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“.
Derzeit leben etwa 2000 Menschen aus über 20 Ländern in Macondo, „wo sich die Kriege der letzen Jahrzehnte wie Jahresringe auf einem Baumstamm abbilden.“ (Sudabeh Mortezai)

Trailer YouTube
Website zum Film
IMDb englisch

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Probstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 01.09.2015 19:30


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