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Cirkus Columbia
Danis Tanovic




Cirkus Columbia spielt vor dem Krieg (nach dem Zerfall Jugoslawiens), der schmalen Zeitspanne vor der Eskalation, den letzten Tagen der Ruhe. Ein Dorf in Bosnien-Herzegowina im Sommer 1991. Aus dem Radio scheppern schon die ersten Schreckensnachrichten – "Kroatien ist zum Krieg gerüstet" – doch auf dem Dorfplatz sitzen Bosnier, Serben und Kroaten noch friedlich nebeneinander in der Sommerhitze. Die jungen Männer haben ihr Badevergnügen und die hübschen Nachbarsmädchen im Kopf.

In dieses Idyll kehrt Divko zurück, der vor 20 Jahren nach Deutschland gegangen ist und nun, nach dem Ende des Sozialismus, auf einen Neuanfang in der Heimat hofft. Mit seinem protzigen Mercedes, seiner jungen Geliebten Azra und den Taschen voller D-Mark zeigt er den Zurückgebliebenen, wie Kapitalismus aussieht. Als ihm sein alter Kumpel, inzwischen Bürgermeister, mit einem traditionellen Schinken empfängt, fängt Divko jedoch fast zu weinen an.

Divko ist so sehr damit beschäftigt, in Erinnerungen zu schwelgen, dass er darüber sowohl seine Geliebte vernachlässigt als auch alle Zeichen, die rings um ihn herum das Ende Jugoslawiens ankündigen.

Ähnlich wie sein Hauptdarsteller Divko habe auch er sich auf dem Set gefühlt, sagt der Regisseur Tanović. "Lange Zeit konnte ich mich gar nicht mehr daran erinnern, wie es vor dem Krieg war." Erst die Dreharbeiten in Bosnien-Herzegowina hätten bei ihm "nostalgische und melancholische Gefühle" ausgelöst

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Filmkritik der New York Times

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard, 11.02.2014 19:30


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