Log-In




» registrieren



Kalender

     12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31      

Kalender-Großansicht


Neuigkeiten

Filmprogramm November - Dezember
15.10.2018

6. November: Der Bauer zu Nathal: (K)ein Film über Thomas Bernhard

© Stadtkino

Wer war Thomas Bernhard? In seiner Heimatgemeinde Ohlsdorf bei Gmunden ist Österreichs bekanntester Schriftsteller des 20. Jahrhunderts allgegenwärtig, und trotzdem nur eine Fußnote. Wie man mit einem überlebensgroßen literarischen Erbe umgeht (oder eben nicht), zeigt dieser Film.

Thomas Bernhard ist ein weltbekannter Autor, der mindestens ebenso viele Fans wie Kritiker hatte. Aber wie geht man mit Bernhards Erbe in dessen einstiger Heimatgemeinde Ohlsdorf um? Dort hatte Bernhard einen Vierkanthof gekauft und sich mit der Berufsbezeichnung „Landwirt“ im Reisepass niedergelassen. Aber gehörte er wirklich dazu? Der gefeierte Literat plötzlich als einfacher „Bauer zu Nathal“? Blieb er nicht trotz seiner regen Teilnahme am Dorfleben immer ein Sonderling? Gab es Schnittmengen zwischen dem Geistesmenschen und seiner Umgebung? Und wie verhält sich Ohlsdorf zu seinem berühmtesten Bewohner heute? Ein schier endloses Spannungsfeld tut sich auf.

Ein Einblick in die zweite Reihe: In die Lebensumgebung des Dichters, der sein Schaffen zu einem Gutteil aus eben dieser generiert hat. „Der Bauer zu Nathal“ ist kein Film über Thomas Bernhard, sondern über uns und unsere Lebensumgebung, die entscheidend dazu beiträgt, wie wir leben und was wir schaffen.

Der Dichter als Seismograph der Gesellschaft – ein altes aber besonders in diesem Fall immer noch gültiges Bild. Die Reibung an Bernhard, dem Widerspenstigen, offenbart bis heute tiefe Einblicke in die österreichische Seele.

Trailer YouTube

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 06.11.2018 19:30


5. Dezember: Maria und Joseph


Künstlerisch gelungene Godard-Adaption der Überlieferung von der christlichen Jungfrauengeburt.

Marie, Schweizer Tankwartstochter und Hobby-Sportlerin, ist zwar mit Taxifahrer Joseph verlobt, entzieht sich aber konsequent dem Sex mit ihm. Dennoch vernachlässigt Joseph zu Maries Gunsten Juliette, mit der er noch ein zweites Eisen im Feuer hat. Dann teilt Gabriel, ein Marie Unbekannter, ihr mit, dass sie bald ein Kind zur Welt bringen wird. Tatsächlich stellt sich die Schwangerschaft ein – unerklärlich, da Marie nach wie vor Jungfrau ist. Joseph aber ist überzeugt, betrogen worden zu sein.


Trailer YouTube

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 05.12.2018 19:30


Filmprogramm September - Oktober
15.10.2018

4.September: Bruder Jakob schläfst du noch?

© filmdelights

Bruder Jakob, schläfst du noch? ist ein behutsamer, sehr persönlicher Film über einen langsamen Abschied, zugleich aber auch einer über das Wiedersehen. Die über den Film verstreuten Archivaufnahmen, auf denen man die Brüder als Kinder und Jugendliche sieht – ein Gipfelsieg im Sommer, beim gemeinsamen Baden und ausgelassenen Toben und Tanzen –, verleihen diesem Film eine ungeahnte und bemerkenswerte Leichtigkeit. Die Suche, die im Tiroler Lareintal beginnt, endet schließlich in einem Hotelzimmer in Porto. Und mit der Erkenntnis, dass dies kein Film der Traurigkeit ist, sondern einer über die Notwendigkeit der Trauer. Und über das Wiederfinden jener, die einen als Familie durchs Leben begleiten.

Trailer Vimeo

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 04.09.2018 19:30


2.Oktober: Peter Turrini. Rückkehr an meinen Ausgangspunkt

© filmdelights

Titelgebender "Ausgangspunkt des Dokumentarfilms über und mit Peter Turrini ist der Tonhof in Maria Saal. Hier führte in den 50er und 60er Jahren das Künstlerpaar Maja und Gerhard Lampersberg ein offenes Haus für völlig unbekannte "Kunst-Irre", wie es Turrini im Laufe des Filmes einmal nennt - von Thomas Bernhard bis Christine Lavant u.v.m. Für den 15-jährigenPeter Turrini war der Tonhof ein magischer Ort, sein "erstes Zuhause - Labor, Enklave, Wiege der Nachkriegsliteratur."

In ihrem bildmächtigen und ruhigen Dokumentarfilm lässt die Schauspielerin und Filmemacherin Ruth Rieser den Kärntner Dramatiker zu Wort kommen – nachdenklich, offenherzig, liebevoll. Ohne Ressentiment oder Voyeurismus wird im Gespräch behutsam dem Herzschlag des Tonhofes und seiner mittlerweile verstorbenen Hausherren nachgespürt. Dabei zeigt sich Turrini auch als Freund der Jugend, als einer mit feinem Sensorium für das Jetzt.

Trailer Vimeo

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 02.10.2018 19:30


Filmprogramm Juli - August
24.05.2018

3. Juli 2018: Kleine Wunder in Athen

Dieser Film ist ein „vergnüglicher“ Blick in ein Viertel Athens, in dem es – und das ist der aktuelle Bezug – auch um das Verhältnis zwischen Einheimischen und (Arbeits)Migranten (in diesem Fall Albanern) geht: Selten zuvor wartete ein solch unscheinbarer Film mit derart viel Charme auf. Der Film spielt an einer ruhigen Kreuzung im Athener Stadtviertel Akadimia Platonos, das hauptsächlich von Ausländern bewohnt wird. Die verbliebenen zumeist armen Einwohner fühlen sich als Verlierer der Gesellschaft.

Dem Regisseur, Filippos Tsitos, gelingt es, mit einem kleinen, verschrobenen und dabei sehr liebenswerten Film auf ein noch immer totgeschwiegenes Problem aufmerksam zu machen.“ Kleine Wunder in Athen“ hat eine Debatte angestoßen über interkulturelle Schwierigkeiten im heutigen Griechenland und gesellschaftlich vermittelten Fremdenhass.

Zum Inhalt: Der Ladenbesitzer Stavros verbringt die Tage, indem er mit seinen Freunden untätig vor seinem heruntergekommenen Laden im Stadtviertel Akadimia Platonos herumsitzt. Als albanische Bauarbeiter im Auftrag der Stadt beginnen, ein Denkmal für „interkulturelle Solidarität“ zu errichten, stößt das auf den Widerstand der fremdenfeindlichen Freunde. Auch die Chinesen, die gegenüber von Stavros’ Laden mit beängstigendem Fleiß ein Geschäft für italienische Designermode aufmachen und immer zahlreicher zu werden scheinen, machen den Griechen Angst. Diese lästern über die Albaner und die Chinesen und haben ihren Spaß an dem Hund „Patriot“, den einer von ihnen dazu abgerichtet hat, alle Albaner anzubellen.

Stavros’ halb demente Mutter glaubt in dem Albaner Marengelen ihren verlorenen Sohn zu erkennen. Dass seine Mutter plötzlich fließend albanisch spricht, irritiert Stavros ebenso sehr wie der nun auch ihn verbellende Patriot.

Die Frage, wie viel Albaner in ihm selbst steckt, bringt sein Leben aus dem Gleichgewicht und auch die Weltsicht seiner Freunde ins Wanken.

Trailer YouTube


Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 03.07.2018 19:30


7. August 2018: Überraschungsfilm

Dekarte zeigt an diesem Dienstag einen Überraschungsfilm.

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 07.08.2018 19:30


Filmprogramm März - Juni
19.02.2018

6. März 2018: I Daniel Blake

© Filmladen, Luna

Daniel Blake ist ein geradliniger und anständiger, zeitlebens Steuern zahlender Durchschnittsengländer – bis seine Gesundheit ihm einen Strich durch die Rechnung macht. Jetzt, im gesetzteren Alter, will ihm die willkürliche Staatsbürokratie den Bezug von Sozialhilfe verweigern. Schnell gerät er in einen Teufelskreis von Zuständigkeiten, Bestimmungen und Antragsformularen. Daniel Blake rechnet nicht damit, dass die geradezu kafkaeske Situation ihn fast in die Knie zwingen wird. Seine Wege kreuzen sich mit Katie und ihren beiden Kindern Daisy und Dylan. Sie raufen sich zu einer erfolgreichen Schicksalsgemeinschaft zusammen und erfahren neben den ständigen Seitenhieben der Behörden auch viel Solidarität – von ehemaligen Kollegen, sogar von Daniels schrägem Nachbar. Doch die bürokratischen Klippen des sogenannten Sozialstaates sind tückisch. Da wird Ohnmacht zur Wut – und so leicht geben Daniel und Katie ihre Träume und Hoffnungen nicht auf.

Bis heute hat Ken Loach nichts von seiner Präzision, seinem Engagement und seiner Lust am Filmemachen eingebüßt! Auch mit 80 Jahren wird er nicht müde, sich in seinen kurzweiligen Spielfilmen für die Rechte der Underdogs zu engagieren und sich dabei immer ganz nah an den realen Umständen zu orientieren. Lakonisch und mit einer Brise Sarkasmus nimmt er in seinen neuen Film den Sozialstaat ins Visier. Dafür wurde er in diesem Jahr in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

Ken Loachs langjähriger Drehbuchautor Paul Laverty wurde angeregt durch die in der britischen Boulevardpresse angefachte Hetze gegen sozial Schwache als Schmarotzer. Aus der so entstandenen Wut heraus erzählen Loach und Laverty humorvoll und ohne falsches Pathos vom Kampf eines ungleichen englischen Paares gegen staatliche Windmühlen und um ihre Würde.

Trailer YouTube

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 06.03.2018 19:30


3. April 2018: Einstweilen wird es Mittag

© ORF, DerStandard

Einstweilen wird es Mittag ist ein österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 1988. Regie führte Karin Brandauer. Die Darsteller waren unter anderem: Franziska Walser, Nicolas Brieger, Johannes Nikolussi, Stefan Suske, August Schmölzer, Bernd Spitzer und andere.

Der Film beruht auf den Erlebnissen der österreichischen Soziologen Marie Jahoda, Paul Lazarsfeld und Hans Zeisel sowie deren 1933 veröffentlichter Studie Die Arbeitslosen von Marienthal. Die an der Universität Wien tätigen Forscher erkunden nach einer Vorbereitungszeit die Situation der Arbeitslosen in der niederösterreichischen Gemeinde Marienthal. Durch Interviews, Tagebuchnotizen, Briefe, statistische Daten etc. ergibt sich ein Bild von der psychologischen Befindlichkeit der Betroffenen. Während der Arbeit an ihrer Studie erleben die Forscher eine Konfrontation ihrer Theorien mit den Erfahrungen der sozialen Realität.

Karin Brandauers Film wird, nach kontrastiv angelegter und irritierender schmissig-lärmender Einleitung, von ruhiger Erzählung und Verzicht auf Sentimentalität geprägt. In dokumentarischer Form und mit zurückhaltenden Bildern zeigt die Regisseurin die Auswirkungen einer Wirtschaftskrise sowie deren mögliche politischen Implikationen. Die aussichtslose Welt der Arbeitslosen wird von der scheinbar geordneten Bürgerlichkeit des universitären Betriebs kontrastiert, die jedoch auch bloß eine auf Zeit ist: Die jüdischen Forscher mit ihrer Nähe zur Sozialdemokratie werden aufgrund der politischen Lage in Europa schon bald ihre Aktivitäten in die USA verlegen müssen.

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 03.04.2018 19:30


8. Mai 2018: Casting

© Stadtkino Wien

Achtung: Nicht der 1. Dienstag

Für Regisseurin Vera (Judith Engel) geht ein Traum in Erfüllung: Sie wird ihren ersten Fernsehfilm inszenieren, und dann ist es auch noch ein Remake des Fassbinder-Klassikers „Die bitteren Tränen der Petra Kant“. Kurz vor Drehbeginn fehlt Perfektionistin Vera aber trotz zahlreicher Castings immer noch die Hauptdarstellerin und so langsam geraten Produzent Manfred (Stephan Grossmann), Casterin Ruth (Milena Dreißig) und die restliche Crew in Panik. Grund zur Freude hat lediglich Gerwin (Andreas Lust), denn je länger die Castings andauern, umso mehr verdient er. Gerwin arbeitet als Proben-Anspielpartner und liefert den Bewerberinnen die andere Hälfte ihres Dialogs. Doch den Sprung vor die Kamera schaffen würde er schon ganz gerne, und als dann auch noch der männliche Hauptdarsteller abspringt, wittert er seine Chance.

Trailer YouTube
Seite zum Film

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 08.05.2018 19:30


5. Juni 2018: Das Leuchten der Erinnerung

© Stadtkino Wien

Ella und John sind schon viele Jahre verheiratet. Sie sind alt geworden und ihr Leben wird mittlerweile von Arztbesuchen bestimmt. Um ein letztes richtiges Abenteuer zu erleben, machen sie ihr Oldtimer-Wohnmobil namens „The Leisure Seeker“ flott und verlassen stillschweigend ihr Zuhause in Massachusetts. Verärgert und besorgt versuchen die Kinder, sie zu finden, aber John und Ella sind schon unterwegs auf einer Reise, deren Ziel nur sie selber kennen: die US-Ostküste hinunter, bis zum Hemingway-Haus in Key West. Nachts sehen sie sich ihre Vergangenheit auf einem Diaprojektor an, tags begegnen sie dem gegenwärtigen Amerika in amüsanten und riskanten Situationen. Mit Furchtlosigkeit, Witz und einer unbeirrbaren Liebe zueinander liefern sich die beiden einem Roadtrip aus, bei dem zunehmend ungewiss wird, wohin er sie führt.
Mit DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG ist es Regisseur Paolo Virzì gelungen, zwei Schauspiellegenden für seinen ersten englischsprachigen Film zu gewinnen. Helen Mirren und Donald Sutherland zeigen in der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Michael Zadoorian auf berührende Weise, dass eine Reise alles verändern kann.

Trailer YouTube

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 05.06.2018 19:30



» zeige alle News

dekArTe


Impressum | Geschichte | Presse