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Neuigkeiten

Filmprogramm April - Juni
15.03.2019

2. April: Home Sweet Home und Wutmann

Am 2.April zeigt Dekarte in Kooperation mit dem Verein "Wendepunkt" die Doku Home Sweet Home und die Animation Wutmann.


Home Sweet Home

Anlässlich des Jubiläums "40 Jahre Frauenhausbewegung" wurde die Filmemacherin Susanne Riegler vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser beauftragt, einen Dokumentarfilm zu drehen.

Der Film verschafft nicht nur einen Rückblick, sondern zeigt vor allem die gesellschaftspolitische Dimension der Frauenhausarbeit – jetzt und auch für die Zukunft – auf. Er beschreibt die Entwicklung, Bedeutung und Vielfalt der Frauenhäuser in städtischen und ländlichen Gebieten. Im Fokus stehen die Geschichten der Frauen und Kinder. Für sie beginnt in dem Moment, in dem sie Zuflucht und Schutz in einem der Frauenhäuser suchen, oft ein komplett neues Leben – ein Leben, das mit Hilfe der Frauenhausmitarbeiterinnen auf ein neues Fundament gestellt wird und zwar nicht nur materiell. Diesen enormen Kraftakt beiderseits, der nach außen hin praktisch nicht wahrgenommen wird, will der Film fassbar und begreifbar machen.

"Die Frauen erzählen uns oft Dinge, die so schlimm sind, dass man sich denkt: DAS GIBT´S JA ÜBERHAUPT NICHT! Und dann kommt eine andere Frau und erzählt eine Geschichte, die noch schlimmer ist. Unfassbar! Das sind schon Dinge, die berühren mich sehr." (Micharela Bliem, Juristin im Frauenhaus Pinzgau)

Die Regisseurin, Susanne Riegler, ist für das Filmgespräch angefragt.

Trailer YouTube


Wutmann

Der Kurzfilm von Anita Killi (18 min) zeigt das Problem "Häusliche Gewalt" aus der Sicht eines Kindes. Am Tag, als sein Goldfischglas zu Bruch geht hat Boj, so heißt der Bub, genug: von seinem Vater, der manchmal so wütend wird, dass er die Mutter schlägt, und von seiner Mutter, die immer eine Entschuldigung dafür hat. Er sucht Hilfe – und findet sie.

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 02.04.2019 19:30


26. April: Redemption Blues

© Katja Seidel

Zuätzlicher Termin

Es ist ein Film über den ungewissen Nachlass der Holocaust Generation und die Erkenntnisse einiger der letzten Zeitzeugen. Er beginnt dort wo übliche Schoah Darstellungen aufhören und zeichnet einen Weg voran durch persönliches und emotionelles Engagement.

Peter Stastny: "Die Aufgabe war schwierig, denn ich wusste, dass sie nicht einfach aus einem Widerkäuen von Geschehnissen bestehen kann, die schon in hunderten Filmen zur Darstellung kamen. Ich musste einen Weg jenseits dieser Geschichte finden, indem ich mich auf die Gefühlslandschaft einließ, die uns heute umgibt. Nach den Begegnungen mit ausgesuchten Zeitzeugen und den für mich wegweisenden Musikern konnte ich mir erlauben, meine eigenen Sorgen von heute zum Ausdruck zu bringen. Erst dann begann ich zu glauben, daß es doch eine Chance zu unseren Leibzeiten für eine »kleine« Erlösung gibt, auch wenn sie immer wieder in Trauer eintaucht."

Link zu Trailer

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 02.04.2019 19:30


7. Mai: Lazzaro Felice (Glücklich wie Lazzaro)

© Filmladen

Ein paar Dutzend Bauern und Landarbeiter schuften unter der Herrschaft der Marchesa auf einem abgeschiedenen Stückchen Land. Sie wissen nicht, dass ihre Versklavung längst illegal ist, so wie unklar bleibt, wann und wo genau sie ihre Fronarbeit verrichten müssen. Lazzaro, der Glückliche, ist einer von ihnen. Und eines Tages wird er womöglich auferstehen, wie sein biblisches Vorbild, wird sich wiederfinden in einer anderen Zeit mit anderen Ausbeutungsmechanismen. Seine Geschichte ist ein Märchen oder ein Mythos, zwischen Erde und Himmel, zwischen Magie und Realismus.
„Überbordend italienisch, wie schon lange kein Film mehr. Das gibt dem Film dieses große Atmen, dieses Gefühl, man finde darin für kurze Zeit eine Heimat, werde daraus vertrieben, und nehme die Erinnerung daran aber mit nach Hause. Paradox, sentimental, verspielt und wirkungsvoll.
In Glücklich wie Lazzaro begegnet uns eine Hauptfigur, wie uns in unserem Kinoleben noch nie eine Hauptfigur begegnet ist, in keinem Film, aus keinem Land, zu keiner Zeit.
Ausgehend von einer wahren Begebenheit verbindet Alice Rohrwachers märchenhaftes Sozialdrama "Kapitalismuskritik und Kinopoesie."
Alice Rohrwacher erzählt in ihrem wunderbaren Film Glücklich wie Lazzaro eine eigenwillige Heiligengeschichte, die aus der Zeit gefallen scheint, aber doch das Herz der Gegenwart trifft. Glücklich wie Lazzaro ist der nächste Schritt im Werk dieser großartigen, erst 36 Jahre alten Filmemacherin, ein Gleichnis auf eine lange Geschichte der Unterdrückung und der sozialen Ungleichheit in Italien und der Welt überhaupt, im Geiste Pier Paolo Pasolinis.
Trailer YouTube

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 07.05.2019 19:30

4. Juni: Cold War

© Polyfilm

Während des polnischen Wiederaufbaus ist der begabte Komponist Wiktor auf der Suche nach traditionellen Melodien für ein neues Tanz- und Musik-Ensemble. Dem Kulturleben seines Landes möchte er so frisches Leben einhauchen. Unter seinen Studentinnen ist auch die Sängerin Zula, gleich im ersten Augenblick elektrisiert sie Wiktor. Schön, hinreißend und energiegeladen ist Zula schon bald der Mittelpunkt des Ensembles und die beiden verlieben sich ineinander. Ihre brennende Leidenschaft scheint keine Grenzen zu kennen. Doch als das Repertoire des Ensembles zunehmend politisiert wird, nutzt Wiktor einen Auftritt in Ostberlin, um in den Westen zu fliehen. Zula bleibt der verabredeten Flucht fern und doch führt das Schicksal die beiden Liebenden Jahre später erneut zueinander. Wiktor begegnet Zula in Paris, nur so flammend ihre Liebe, so zerrissen ist das Paar und Zula muss eine tiefgreifende Entscheidung treffen. Zwischen Heimat und Exil, zwischen Leidenschaft und Verlust sind Frankreich, Jugoslawien und Polen die Schauplätze der fatalen Liebe eines Paares, das vor dem Hintergrund des Kalten Krieges ohne einander nicht leben kann und miteinander fast keinen Frieden findet.

In seinem einzigartigen Meisterwerk erzählt der Oscar®-Preisträger Pawel Pawlikowski von der schier unbändigen, zutiefst menschlichen Kraft der Liebe. In so magischen wie sinnlichen Bildern überzeugt Cold War mit einer überragend starken Liebesgeschichte, die in ihrer Unerbittlichkeit und brillanten Intensität unendlich lange nachwirkt

Trailer YouTube

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 04.06.2019 19:30


11. Juni: Mein Vater

© 3sat

Anlässlich des Vatertages zeigt Dekarte zusammen mit der Katholischen Aktion den Film "Mein Vater" mit Götz George u.a.

Familie Esser hat sich gerade ein neues Heim gebaut und wähnt sich im Glück. Da stellt sich heraus, dass Jochens Vater Richard an der unheilbaren Alzheimer Krankheit leidet. Man entschließt sich, Richard im neuen Haus aufzunehmen. Während sich sein Zustand täglich verschlechtert, steigen die Spannungen im trauten Familienkreis ins Unerträgliche. Als der Opa schließlich eine Bedrohung für das Haus und die Familie darstellt, hält Ehefrau Anja die Situation nicht mehr aus; sie zieht zu ihrer Mutter. Schließlich ist Jochen allein mit seinem Sohn und seinem alten Vater.

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 011.06.2019 19:30


Filmprogramm Jänner - März
25.12.2018

8. Jänner: Taxi Teheran

© Filmladen

Jafar Panahis subversive Meisterleistung: Eine Taxifahrt durch Teheran als bissiger Kommentar auf das Land, das seinem bekanntesten Regisseur Berufsverbot auferlegte. Heiter, melancholisch und ohne jegliche Bitterkeit.

Ein Taxi bewegt sich durch die farbenfrohen, pulsierenden Straßen Teherans. Die unterschiedlichsten Menschen steigen in das Taxi ein. Als der Fahrer sie interviewt, sagen alle Passagiere offen, was sie denken. Niemand anderes als der Regisseur Jafar Panahi selbst sitzt am Steuer des Taxis. Auf dem Armaturenbrett seines mobilen Filmstudios befindet sich die Kamera. Während der heiteren und dramatischen Fahrten durch die Stadt fängt sie die Stimmung in der iranischen Gesellschaft ein.

Jafar Panahis Film ist weit mehr als eine Spiegelung seiner eigenen Lage, sondern auch eine Reflexion über moderne Medien, das Filmemachen und Lüge und Wahrheit in seinem Lande. Und ohne Spur von Bitternis und Verbissenheit. Das ist vielleicht das größte Wunder.

Trailer YouTube

Achtung, es ist wegen des Neujahrstages NICHT der 1.Dienstag

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 08.01.2019 19:30


5. Februar: Weit

© Thimiflm

Im Frühling 2013 packen Patrick und Gwen ihre Rucksäcke, um sich auf einen langen Weg um die Welt zu machen: Von ihrer Heimatstadt Freiburg soll es so weit in den Osten gehen, bis sie irgendwann aus dem Westen wieder nach Hause kehren. Und das alles über Land und Wasser. Fliegen wollen die beiden nie. Per Anhalter reisen sie los, über den Balkan bis nach Moskau. Weiter durch das touristisch kaum erschlossene Zentralasien, den Kaukasus, bis in den Iran. Im Mittelpunkt der Reise steht dabei immer der unmittelbare Kontakt zu den Menschen, die sie durch das „per Anhalter reisen“ besonders intensiv erleben dürfen. Sie sind mitten drin im Alltag der Menschen. Jedes Auto bringt eine neue Geschichte, eine neue Begegnung, die man so nie hätte planen können. An den Grenzen zu Pakistan steht das Paar vor der bisher schwierigsten Entscheidung ihrer Weltumrundung. Sollen sie den Landweg durch eines der gefährlichsten Länder der Welt wagen? Doch ihr Vertrauen in das Gute überwiegt. Letztlich verbringen sie fünf Wochen in der islamischen Republik und erleben dabei, dass Pakistan mehr ist, als es die Berichterstattung in den Nachrichten annehmen lässt.

Auf Pakistan folgen Indien, Nepal, das Karakorum-Gebirge, China und die Mongolei. Die Nächte verbringen Patrick und Gwen meist in ihrem kleinen Zelt. Irgendwo hinter einem Hügel, in einem Feld, in der Steppe. Genau dort, wo ihr Weg sie hinführt.

Im sibirischen Irkutsk dann die große Überraschung: Schwanger. Alte Pläne werden verworfen und neue geschmiedet, die Passage auf einem Frachtschiff gebucht und das Geburtsland des Kindes gewählt: Mexiko. Als sie nach fast zwei Jahren Abenteuer dort ankommen, ist klar, dass sich die Reise nun verändert. Sie kaufen einen alten VW-Bus und bauen ihn zu einem kleinen Zuhause um. Nach der Geburt von Sohn Bruno im Frühjahr 2015 verlangsamt die junge Familie ihren Reiserhythmus. Ein Jahr lang erkunden sie zu dritt Mittelamerika, besuchen und arbeiten in Projekten, die sie inspirieren, um dann vor der letzten großen Hürde auf dem Weg um die Welt zu stehen: Die Überquerung des Atlantiks. Als Gwen und Patrick nach mehr als drei Jahren mit Kind im Hafen von Barcelona ankommen, beschließen sie, die letzten 1200 Kilometer zu Fuß zurück zu legen. Dreieinhalb Monate laufen sie durch Spanien, Frankreich, die Schweiz und schließlich durch Deutschland um sich der alten Heimat langsam, Schritt für Schritt, zu nähern. Die Reise, mit viel Zeit, noch einmal Revue passieren zu lassen.

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Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 05.02.2019 19:30

5. März: Nach dem Urteil

© Filmladen

Szenen einer (zerbrochenen) Ehe: Miriam und Antoine Besson sitzen vor der Familienrichterin und legen ihre Ansichten dar. Sie will verhindern, dass Antoine ein Besuchsrecht für den 11-jährigen Sohn Julien erhält, seine Anwältin argumentiert damit, dass ihr Mandant sich gebessert habe und nicht mehr gewalttätig sei. Das Urteil hinterlässt Miriam, Julien und die 18-jährige Tochter Joséphine fassungslos: Julien muss jedes zweite Wochenende bei seinem Vater verbringen. Für den 11-Jährigen sind die Stunden mit dem Vater eine Tortur – Antoine ist manipulativ, er benützt den Sohn, um an Miriam heranzukommen, und er kann seine Gewaltbereitschaft nur schwer verbergen. Die Situation eskaliert, und bald steht Antoine mit geladener Schrotflinte vor Miriams Wohnungstür.
Xavier Legrand gelingt es, den dokumentarischen Gestus der Eingangssequenz bis zum hochdramatischen Finale durchzuhalten und schafft so ein furioses Kammerspiel, das zwischen realistischer Beschreibung eines bedrohlichen Familienalltags und emotionsgeladenem Spannungskino oszilliert. Neben der schnörkellosen Inszenierung (für die Legrand in Venedig den Preis für die beste Regie gewann) sind es vor allem die grandiosen schauspielerischen Leistungen von Léa Drucker, Denis Ménochet und Thomas Gioria (der seiner Figur eine beängstigende Authentizität und Verletzlichkeit verleiht), die den Film so unvergleichlich machen.
Nach dem Urteil ist alles andere als ein Feel-Good-Film, aber mit Sicherheit eine der intensivsten und lohnendsten Kinoerfahrungen dieses Jahres.

Nach dem Film ist ein Gespräch mit Juristen (Familienrichtern) über das Thema aus österreichischer Sicht geplant.

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Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 05.03.2019 19:30


Filmprogramm November - Dezember
15.10.2018

6. November: Der Bauer zu Nathal: (K)ein Film über Thomas Bernhard

© Stadtkino

Wer war Thomas Bernhard? In seiner Heimatgemeinde Ohlsdorf bei Gmunden ist Österreichs bekanntester Schriftsteller des 20. Jahrhunderts allgegenwärtig, und trotzdem nur eine Fußnote. Wie man mit einem überlebensgroßen literarischen Erbe umgeht (oder eben nicht), zeigt dieser Film.

Thomas Bernhard ist ein weltbekannter Autor, der mindestens ebenso viele Fans wie Kritiker hatte. Aber wie geht man mit Bernhards Erbe in dessen einstiger Heimatgemeinde Ohlsdorf um? Dort hatte Bernhard einen Vierkanthof gekauft und sich mit der Berufsbezeichnung „Landwirt“ im Reisepass niedergelassen. Aber gehörte er wirklich dazu? Der gefeierte Literat plötzlich als einfacher „Bauer zu Nathal“? Blieb er nicht trotz seiner regen Teilnahme am Dorfleben immer ein Sonderling? Gab es Schnittmengen zwischen dem Geistesmenschen und seiner Umgebung? Und wie verhält sich Ohlsdorf zu seinem berühmtesten Bewohner heute? Ein schier endloses Spannungsfeld tut sich auf.

Ein Einblick in die zweite Reihe: In die Lebensumgebung des Dichters, der sein Schaffen zu einem Gutteil aus eben dieser generiert hat. „Der Bauer zu Nathal“ ist kein Film über Thomas Bernhard, sondern über uns und unsere Lebensumgebung, die entscheidend dazu beiträgt, wie wir leben und was wir schaffen.

Der Dichter als Seismograph der Gesellschaft – ein altes aber besonders in diesem Fall immer noch gültiges Bild. Die Reibung an Bernhard, dem Widerspenstigen, offenbart bis heute tiefe Einblicke in die österreichische Seele.

Trailer YouTube

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 06.11.2018 19:30


5. Dezember: Maria und Joseph


Künstlerisch gelungene Godard-Adaption der Überlieferung von der christlichen Jungfrauengeburt.

Marie, Schweizer Tankwartstochter und Hobby-Sportlerin, ist zwar mit Taxifahrer Joseph verlobt, entzieht sich aber konsequent dem Sex mit ihm. Dennoch vernachlässigt Joseph zu Maries Gunsten Juliette, mit der er noch ein zweites Eisen im Feuer hat. Dann teilt Gabriel, ein Marie Unbekannter, ihr mit, dass sie bald ein Kind zur Welt bringen wird. Tatsächlich stellt sich die Schwangerschaft ein – unerklärlich, da Marie nach wie vor Jungfrau ist. Joseph aber ist überzeugt, betrogen worden zu sein.


Trailer YouTube

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 05.12.2018 19:30


Filmprogramm September - Oktober
15.10.2018

4.September: Bruder Jakob schläfst du noch?

© filmdelights

Bruder Jakob, schläfst du noch? ist ein behutsamer, sehr persönlicher Film über einen langsamen Abschied, zugleich aber auch einer über das Wiedersehen. Die über den Film verstreuten Archivaufnahmen, auf denen man die Brüder als Kinder und Jugendliche sieht – ein Gipfelsieg im Sommer, beim gemeinsamen Baden und ausgelassenen Toben und Tanzen –, verleihen diesem Film eine ungeahnte und bemerkenswerte Leichtigkeit. Die Suche, die im Tiroler Lareintal beginnt, endet schließlich in einem Hotelzimmer in Porto. Und mit der Erkenntnis, dass dies kein Film der Traurigkeit ist, sondern einer über die Notwendigkeit der Trauer. Und über das Wiederfinden jener, die einen als Familie durchs Leben begleiten.

Trailer Vimeo

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 04.09.2018 19:30


2.Oktober: Peter Turrini. Rückkehr an meinen Ausgangspunkt

© filmdelights

Titelgebender "Ausgangspunkt des Dokumentarfilms über und mit Peter Turrini ist der Tonhof in Maria Saal. Hier führte in den 50er und 60er Jahren das Künstlerpaar Maja und Gerhard Lampersberg ein offenes Haus für völlig unbekannte "Kunst-Irre", wie es Turrini im Laufe des Filmes einmal nennt - von Thomas Bernhard bis Christine Lavant u.v.m. Für den 15-jährigenPeter Turrini war der Tonhof ein magischer Ort, sein "erstes Zuhause - Labor, Enklave, Wiege der Nachkriegsliteratur."

In ihrem bildmächtigen und ruhigen Dokumentarfilm lässt die Schauspielerin und Filmemacherin Ruth Rieser den Kärntner Dramatiker zu Wort kommen – nachdenklich, offenherzig, liebevoll. Ohne Ressentiment oder Voyeurismus wird im Gespräch behutsam dem Herzschlag des Tonhofes und seiner mittlerweile verstorbenen Hausherren nachgespürt. Dabei zeigt sich Turrini auch als Freund der Jugend, als einer mit feinem Sensorium für das Jetzt.

Trailer Vimeo

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 02.10.2018 19:30



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