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Neuigkeiten

Filmprogramm Juli - Oktober
08.07.2019

6. August: Überraschungsfilm

Der schon übliche "Überraschungsfilm"; wie immer ein Klassiker.

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 06.08.2019 19:30


3. September: Die Burg

© Polyfilm

Der Film "Die Burg" von Hans A. Guttner porträtiert eines der wichtigsten Spielhäuser der Welt in Form einer filmischen Entdeckungsreise, die sichtbar macht, was sonst unsichtbar ist: die Arbeit, die notwendig ist, um dieses kulturelle Instrumentarium in Gang zu halten. Es geht um das Ineinandergreifen der Arbeitsabläufe, die vielfältigen Schritte, die von der Auswahl eines Stücks bis zur Premiere zu bewältigen sind. So vermitteln die vielfältigen Perspektiven die Faszination, die vom Sujet Theater ausgeht, auf besonders intensive Weise.

Im Mittelpunkt von "Die Burg" steht die Entstehung des Stückes "Geächtet" von Ayad Akhtar, das von den Nachwehen des 11. Septembers in der New Yorker Upper Class handelt und mit den Schauspielern Nicholas OFczarek, Fabian Krüger, Katharina Lorenz und Christoph Radakovits prominent besetzt ist.

"Mit dem Filmemacher Hans Andreas Guttner haben wir uns auf ein für uns bisher völlig unbekanntes Terrain gewagt: den Dokumentarfilm. Unser Theater, das in langen Probenprozessen die größtmögliche Perfektion anstrebt, bevor es sich dem Publikum zeigt, wurde für zwei Monate zum 'Freiwild' für das Kameraauge, offen, ungeschützt, ungeprobt… Ein Abenteuer für beide Seiten." Karin Bergmann, Burgtheaterdirektorin.

Trailer YouTube

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 03.09.2019 19:00


1. Oktober: Kino Wien Film

© rosdyfilm

Nachdem die "lebenden Bilder" Ende des 19. Jahrhunderts das Licht der Welt erblickt hatten, entstanden in Wien hunderte Kinos. Rosdy spürt den heute noch existierenden Filmhäusern, ihrer Technik und ihren Besitzverhältnissen, aber auch der Vergangenheit nach: So erinnert er etwa an den Beruf des Filmpendlers, den es in den Tagen lang vor der Digitalisierung gab. Unter den Auskunftspersonen sind Henry Ebner, Anna Nitsch-Fitz, Gerhard Gruber und andere.

"Kino Wien Film" ist eine Kinoreise durch Wien von 1896 bis heute. Sie erzählt mittels Gesprächen mit Kinobetreibern, Filmvorführern und Technikern, Kinobesuchern und einem Historiker sowie zahlreichen Film-, Foto- und Textdokumenten eine Kinogeschichte Wiens – vom ersten Kino auf der Kärntner Straße bis zur heutigen Multiplexwelt.

Mit diesem Film möchte DEKA®TE den "15. Geburtstag" feiern und auch an das Kinosterben erinnern (Zentralkino, Forumkino, ...)

Trailer YouTube

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 01.10.2019 19:30


Filmprogramm Juli
21.06.2019

2. Juli: Yuli

© Filmhaus

Yuli ist ein biographischer Film der spanischen Regisseurin Icíar Bollaín über das Leben des kubanischen Ballettstars Carlos Acosta, von seinem Vater Yuli genannt, basierend auf dessen Autobiografie No Way Home.

Als Kind einer verarmten Familie wuchs Carlos Acosta in einem der ärmsten Stadtteile Havannas auf. Von seinem Vater Pedro Acosta gezwungen, besuchte er die nationale Ballettschule in Havanna und hatte nach dem Abschluss internationale Engagements.

Kuba, Anfang der 80er Jahre. Carlos, genannt "Yuli", ist ein ungestümes, rebellisches Kind und der ungekrönte König spontaner Breakdance-Wettbewerbe Havannas. Sein Vater Pedro, LKW-Fahrer und Enkel einer Sklavin, erkennt das außergewöhnliche Talent seines Sohnes. Doch Yuli will nicht tanzen, er will Fußballer werden, wie Pelé.

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Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 02.07.2019 19:30


Filmprogramm April - Juni
01.04.2019

2. April: Home Sweet Home und Wutmann

Am 2.April zeigt Dekarte in Kooperation mit dem Verein "Wendepunkt" die Doku Home Sweet Home und die Animation Wutmann.


Home Sweet Home

Anlässlich des Jubiläums "40 Jahre Frauenhausbewegung" wurde die Filmemacherin Susanne Riegler vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser beauftragt, einen Dokumentarfilm zu drehen.

Der Film verschafft nicht nur einen Rückblick, sondern zeigt vor allem die gesellschaftspolitische Dimension der Frauenhausarbeit – jetzt und auch für die Zukunft – auf. Er beschreibt die Entwicklung, Bedeutung und Vielfalt der Frauenhäuser in städtischen und ländlichen Gebieten. Im Fokus stehen die Geschichten der Frauen und Kinder. Für sie beginnt in dem Moment, in dem sie Zuflucht und Schutz in einem der Frauenhäuser suchen, oft ein komplett neues Leben – ein Leben, das mit Hilfe der Frauenhausmitarbeiterinnen auf ein neues Fundament gestellt wird und zwar nicht nur materiell. Diesen enormen Kraftakt beiderseits, der nach außen hin praktisch nicht wahrgenommen wird, will der Film fassbar und begreifbar machen.

"Die Frauen erzählen uns oft Dinge, die so schlimm sind, dass man sich denkt: DAS GIBT´S JA ÜBERHAUPT NICHT! Und dann kommt eine andere Frau und erzählt eine Geschichte, die noch schlimmer ist. Unfassbar! Das sind schon Dinge, die berühren mich sehr." (Micharela Bliem, Juristin im Frauenhaus Pinzgau)

Die Regisseurin, Susanne Riegler, ist für das Filmgespräch angefragt.

Trailer YouTube


Wutmann

Der Kurzfilm von Anita Killi (18 min) zeigt das Problem "Häusliche Gewalt" aus der Sicht eines Kindes. Am Tag, als sein Goldfischglas zu Bruch geht hat Boj, so heißt der Bub, genug: von seinem Vater, der manchmal so wütend wird, dass er die Mutter schlägt, und von seiner Mutter, die immer eine Entschuldigung dafür hat. Er sucht Hilfe – und findet sie.

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 02.04.2019 19:30


26. April: Redemption Blues

© Katja Seidel

Zuätzlicher Termin. Beginn 19:00

Es ist ein Film über den ungewissen Nachlass der Holocaust Generation und die Erkenntnisse einiger der letzten Zeitzeugen. Er beginnt dort wo übliche Schoah Darstellungen aufhören und zeichnet einen Weg voran durch persönliches und emotionelles Engagement.

Peter Stastny: "Die Aufgabe war schwierig, denn ich wusste, dass sie nicht einfach aus einem Widerkäuen von Geschehnissen bestehen kann, die schon in hunderten Filmen zur Darstellung kamen. Ich musste einen Weg jenseits dieser Geschichte finden, indem ich mich auf die Gefühlslandschaft einließ, die uns heute umgibt. Nach den Begegnungen mit ausgesuchten Zeitzeugen und den für mich wegweisenden Musikern konnte ich mir erlauben, meine eigenen Sorgen von heute zum Ausdruck zu bringen. Erst dann begann ich zu glauben, daß es doch eine Chance zu unseren Leibzeiten für eine »kleine« Erlösung gibt, auch wenn sie immer wieder in Trauer eintaucht."

Link zu Trailer

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 26.04.2019 19:00


7. Mai: Lazzaro Felice (Glücklich wie Lazzaro)

© Filmladen

Ein paar Dutzend Bauern und Landarbeiter schuften unter der Herrschaft der Marchesa auf einem abgeschiedenen Stückchen Land. Sie wissen nicht, dass ihre Versklavung längst illegal ist, so wie unklar bleibt, wann und wo genau sie ihre Fronarbeit verrichten müssen. Lazzaro, der Glückliche, ist einer von ihnen. Und eines Tages wird er womöglich auferstehen, wie sein biblisches Vorbild, wird sich wiederfinden in einer anderen Zeit mit anderen Ausbeutungsmechanismen. Seine Geschichte ist ein Märchen oder ein Mythos, zwischen Erde und Himmel, zwischen Magie und Realismus.
„Überbordend italienisch, wie schon lange kein Film mehr. Das gibt dem Film dieses große Atmen, dieses Gefühl, man finde darin für kurze Zeit eine Heimat, werde daraus vertrieben, und nehme die Erinnerung daran aber mit nach Hause. Paradox, sentimental, verspielt und wirkungsvoll.
In Glücklich wie Lazzaro begegnet uns eine Hauptfigur, wie uns in unserem Kinoleben noch nie eine Hauptfigur begegnet ist, in keinem Film, aus keinem Land, zu keiner Zeit.
Ausgehend von einer wahren Begebenheit verbindet Alice Rohrwachers märchenhaftes Sozialdrama "Kapitalismuskritik und Kinopoesie."
Alice Rohrwacher erzählt in ihrem wunderbaren Film Glücklich wie Lazzaro eine eigenwillige Heiligengeschichte, die aus der Zeit gefallen scheint, aber doch das Herz der Gegenwart trifft. Glücklich wie Lazzaro ist der nächste Schritt im Werk dieser großartigen, erst 36 Jahre alten Filmemacherin, ein Gleichnis auf eine lange Geschichte der Unterdrückung und der sozialen Ungleichheit in Italien und der Welt überhaupt, im Geiste Pier Paolo Pasolinis.
Trailer YouTube

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 07.05.2019 19:30

4. Juni: Cold War

© Polyfilm

Während des polnischen Wiederaufbaus ist der begabte Komponist Wiktor auf der Suche nach traditionellen Melodien für ein neues Tanz- und Musik-Ensemble. Dem Kulturleben seines Landes möchte er so frisches Leben einhauchen. Unter seinen Studentinnen ist auch die Sängerin Zula, gleich im ersten Augenblick elektrisiert sie Wiktor. Schön, hinreißend und energiegeladen ist Zula schon bald der Mittelpunkt des Ensembles und die beiden verlieben sich ineinander. Ihre brennende Leidenschaft scheint keine Grenzen zu kennen. Doch als das Repertoire des Ensembles zunehmend politisiert wird, nutzt Wiktor einen Auftritt in Ostberlin, um in den Westen zu fliehen. Zula bleibt der verabredeten Flucht fern und doch führt das Schicksal die beiden Liebenden Jahre später erneut zueinander. Wiktor begegnet Zula in Paris, nur so flammend ihre Liebe, so zerrissen ist das Paar und Zula muss eine tiefgreifende Entscheidung treffen. Zwischen Heimat und Exil, zwischen Leidenschaft und Verlust sind Frankreich, Jugoslawien und Polen die Schauplätze der fatalen Liebe eines Paares, das vor dem Hintergrund des Kalten Krieges ohne einander nicht leben kann und miteinander fast keinen Frieden findet.

In seinem einzigartigen Meisterwerk erzählt der Oscar®-Preisträger Pawel Pawlikowski von der schier unbändigen, zutiefst menschlichen Kraft der Liebe. In so magischen wie sinnlichen Bildern überzeugt Cold War mit einer überragend starken Liebesgeschichte, die in ihrer Unerbittlichkeit und brillanten Intensität unendlich lange nachwirkt

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Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 04.06.2019 19:30


STORNIERT: Mein Vater

© 3sat

Achtung: Der Film wurde vom Kooperationspartner storniert

Familie Esser hat sich gerade ein neues Heim gebaut und wähnt sich im Glück. Da stellt sich heraus, dass Jochens Vater Richard an der unheilbaren Alzheimer Krankheit leidet. Man entschließt sich, Richard im neuen Haus aufzunehmen. Während sich sein Zustand täglich verschlechtert, steigen die Spannungen im trauten Familienkreis ins Unerträgliche. Als der Opa schließlich eine Bedrohung für das Haus und die Familie darstellt, hält Ehefrau Anja die Situation nicht mehr aus; sie zieht zu ihrer Mutter. Schließlich ist Jochen allein mit seinem Sohn und seinem alten Vater.

Ort und Zeit der Aufführung: STORNIERT


Filmprogramm Jänner - März
25.12.2018

8. Jänner: Taxi Teheran

© Filmladen

Jafar Panahis subversive Meisterleistung: Eine Taxifahrt durch Teheran als bissiger Kommentar auf das Land, das seinem bekanntesten Regisseur Berufsverbot auferlegte. Heiter, melancholisch und ohne jegliche Bitterkeit.

Ein Taxi bewegt sich durch die farbenfrohen, pulsierenden Straßen Teherans. Die unterschiedlichsten Menschen steigen in das Taxi ein. Als der Fahrer sie interviewt, sagen alle Passagiere offen, was sie denken. Niemand anderes als der Regisseur Jafar Panahi selbst sitzt am Steuer des Taxis. Auf dem Armaturenbrett seines mobilen Filmstudios befindet sich die Kamera. Während der heiteren und dramatischen Fahrten durch die Stadt fängt sie die Stimmung in der iranischen Gesellschaft ein.

Jafar Panahis Film ist weit mehr als eine Spiegelung seiner eigenen Lage, sondern auch eine Reflexion über moderne Medien, das Filmemachen und Lüge und Wahrheit in seinem Lande. Und ohne Spur von Bitternis und Verbissenheit. Das ist vielleicht das größte Wunder.

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Achtung, es ist wegen des Neujahrstages NICHT der 1.Dienstag

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 08.01.2019 19:30


5. Februar: Weit

© Thimiflm

Im Frühling 2013 packen Patrick und Gwen ihre Rucksäcke, um sich auf einen langen Weg um die Welt zu machen: Von ihrer Heimatstadt Freiburg soll es so weit in den Osten gehen, bis sie irgendwann aus dem Westen wieder nach Hause kehren. Und das alles über Land und Wasser. Fliegen wollen die beiden nie. Per Anhalter reisen sie los, über den Balkan bis nach Moskau. Weiter durch das touristisch kaum erschlossene Zentralasien, den Kaukasus, bis in den Iran. Im Mittelpunkt der Reise steht dabei immer der unmittelbare Kontakt zu den Menschen, die sie durch das „per Anhalter reisen“ besonders intensiv erleben dürfen. Sie sind mitten drin im Alltag der Menschen. Jedes Auto bringt eine neue Geschichte, eine neue Begegnung, die man so nie hätte planen können. An den Grenzen zu Pakistan steht das Paar vor der bisher schwierigsten Entscheidung ihrer Weltumrundung. Sollen sie den Landweg durch eines der gefährlichsten Länder der Welt wagen? Doch ihr Vertrauen in das Gute überwiegt. Letztlich verbringen sie fünf Wochen in der islamischen Republik und erleben dabei, dass Pakistan mehr ist, als es die Berichterstattung in den Nachrichten annehmen lässt.

Auf Pakistan folgen Indien, Nepal, das Karakorum-Gebirge, China und die Mongolei. Die Nächte verbringen Patrick und Gwen meist in ihrem kleinen Zelt. Irgendwo hinter einem Hügel, in einem Feld, in der Steppe. Genau dort, wo ihr Weg sie hinführt.

Im sibirischen Irkutsk dann die große Überraschung: Schwanger. Alte Pläne werden verworfen und neue geschmiedet, die Passage auf einem Frachtschiff gebucht und das Geburtsland des Kindes gewählt: Mexiko. Als sie nach fast zwei Jahren Abenteuer dort ankommen, ist klar, dass sich die Reise nun verändert. Sie kaufen einen alten VW-Bus und bauen ihn zu einem kleinen Zuhause um. Nach der Geburt von Sohn Bruno im Frühjahr 2015 verlangsamt die junge Familie ihren Reiserhythmus. Ein Jahr lang erkunden sie zu dritt Mittelamerika, besuchen und arbeiten in Projekten, die sie inspirieren, um dann vor der letzten großen Hürde auf dem Weg um die Welt zu stehen: Die Überquerung des Atlantiks. Als Gwen und Patrick nach mehr als drei Jahren mit Kind im Hafen von Barcelona ankommen, beschließen sie, die letzten 1200 Kilometer zu Fuß zurück zu legen. Dreieinhalb Monate laufen sie durch Spanien, Frankreich, die Schweiz und schließlich durch Deutschland um sich der alten Heimat langsam, Schritt für Schritt, zu nähern. Die Reise, mit viel Zeit, noch einmal Revue passieren zu lassen.

Trailer YouTube

Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 05.02.2019 19:30

5. März: Nach dem Urteil

© Filmladen

Szenen einer (zerbrochenen) Ehe: Miriam und Antoine Besson sitzen vor der Familienrichterin und legen ihre Ansichten dar. Sie will verhindern, dass Antoine ein Besuchsrecht für den 11-jährigen Sohn Julien erhält, seine Anwältin argumentiert damit, dass ihr Mandant sich gebessert habe und nicht mehr gewalttätig sei. Das Urteil hinterlässt Miriam, Julien und die 18-jährige Tochter Joséphine fassungslos: Julien muss jedes zweite Wochenende bei seinem Vater verbringen. Für den 11-Jährigen sind die Stunden mit dem Vater eine Tortur – Antoine ist manipulativ, er benützt den Sohn, um an Miriam heranzukommen, und er kann seine Gewaltbereitschaft nur schwer verbergen. Die Situation eskaliert, und bald steht Antoine mit geladener Schrotflinte vor Miriams Wohnungstür.
Xavier Legrand gelingt es, den dokumentarischen Gestus der Eingangssequenz bis zum hochdramatischen Finale durchzuhalten und schafft so ein furioses Kammerspiel, das zwischen realistischer Beschreibung eines bedrohlichen Familienalltags und emotionsgeladenem Spannungskino oszilliert. Neben der schnörkellosen Inszenierung (für die Legrand in Venedig den Preis für die beste Regie gewann) sind es vor allem die grandiosen schauspielerischen Leistungen von Léa Drucker, Denis Ménochet und Thomas Gioria (der seiner Figur eine beängstigende Authentizität und Verletzlichkeit verleiht), die den Film so unvergleichlich machen.
Nach dem Urteil ist alles andere als ein Feel-Good-Film, aber mit Sicherheit eine der intensivsten und lohnendsten Kinoerfahrungen dieses Jahres.

Nach dem Film ist ein Gespräch mit Juristen (Familienrichtern) über das Thema aus österreichischer Sicht geplant.

Trailer YouTube


Ort und Zeit der Aufführung: Bildungszentrum St. Bernhard (Propstei/Domplatz) Wiener Neustadt, 05.03.2019 19:30



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